• Sandra

Superhelden in Interviews (2/2)

Du bist immer noch nervös wegen dieser unerwarteten Situationen in Interviews? Wie kannst du besser damit umgehen? Deine Vorbereitung beschränkt sich nicht nur auf die Stelle und die Unternehmung selbst. Bereite dich auch mental auf das Interview vor. Meiner Erfahrung nach ist dies wichtiger, als alle Fakten und Zahlen des Unternehmens zu kennen.


Handle aus einer Position der Stärke! Du bist ein(e) Superheld(in) und wurdest aufgrund deiner Superkräfte aus über 300 Bewerbern eingeladen. Dieser Gedanke bringt dich auf Augenhöhe mit deinem Gegenüber. Und genau hier sollte eine neue Beziehung beginnen. Meine schlimmste Erfahrung war ein respektloser Angriff auf meine Persönlichkeit. Ich wünschte, ich wäre zu dieser Zeit besser entwickelt gewesen. 😉 Ich war einfach zu schockiert, um etwas zu sagen. Heute bleibe ich freundlich und kommuniziere meine Werte mit fester Stimme. Andernfalls landest du im corporate circle of screaming. Was sagt dies über die Führungs- und Unternehmenswerte aus? Wenn du den Job annehmen musst, tue es und suche weiter.


Sieh das Interview als Lernchance an! Mit jedem Interview lernst du dich immer besser kennen. Nutze diese Gelegenheit, um deine Präsentationsfähigkeiten und deinen ersten Eindruck zu trainieren. So wie Iron Man seinen Anzug nach jedem „Projekt“ verbessert, kannst du deine Interviewfähigkeiten verbessern.


Sei du selbst! Psychologisch gesehen wird dies als „Primacy-Effekt“ bezeichnet. Der erste Eindruck, den du von einer Person hast, ist normalerweise richtig. Vorausgesetzt, du bist selbst eine ziemlich reflektierte Person. 😉 Der Eindruck, den du vermittelst, ist eine Mischung aus allen 5 Sinnen, die Informationen erhalten. In der aktuellen Online-Situation kann man nicht darauf verlassen, ob “man sich riechen kann”. Aber die meisten anderen Sinne, d. H. der Tonalität deiner Stimme, die von dir gewählten Wörter, deine Gesichtsmimik und Körpersprache, sprechen für sich. Vorbereitet zu sein, hilft dir deine persönliche Seite zu zeigen und du selbst zu sein.


Psycho-Hygiene! An diesem Punkt möchten Unternehmen sehen, dass du diesen Job wirklich willst. Dies ist immer ein Balanceakt für mich. Wenn du emotional involviert bist, kannst du bei einer Absage verletzt werden. Wenn du dich nicht einlässt, wirst du möglicherweise als nicht interessiert genug empfunden. Es gibt keine richtige oder falsche Lösung für dieses Verletzlichkeits-Dilemma. Wenn der Arbeitgeber ein wenig gibt, gebe ich auch ein wenig. So funktioniert für mich der Aufbau einer vertrauensvollen Beziehung.


Vor allem bin ich und bleibe ich bei mir selber.